Atemtests bei Allergien

Atemtests sind eine Methode zur Diagnose von Allergien und Nahrungsmittelunverträglichkeiten wie Laktose-, Fruktose- oder Sorbitintoleranz. Symptome einer solchen Unverträglichkeit können Blähungen, Durchfall oder Bauchschmerzen sein. Um Sicherheit darüber zu erlangen, ob es sich tatsächlich um eine Allergie oder Unverträglichkeit handelt, kann ein Allergietest in Form eines Atemtests durchgeführt werden.
Anders als andere Allergietests wie Haut- oder Bluttests sind Atemtests schonend und nicht-invasiv. Dabei wird eine spezielle Flüssigkeit mit dem jeweiligen Zucker – beispielsweise Milchzucker, Fruchtzucker oder Sorbit – von der Patientin oder dem Patienten getrunken. Nach kurzem Abwarten wird die ausgeatmete Luft alle 15 bis 30 Minuten analysiert. Die Konzentration von Wasserstoff (H₂) oder Methan (CH₄) gibt Auskunft darüber, ob eine Unverträglichkeit oder Allergie vorliegt. Wenn der Wasserstoffgehalt nach der Einnahme stark ansteigt, ist die Wahrscheinlichkeit für eine Unverträglichkeit oder Allergie groß. Das liegt daran, dass beim Abbau des Zuckers zu viel Wasserstoff produziert wird und vom Darm ins Blut und in die Lunge transportiert wird.
Auch allergische Atemwegserkrankungen wie Asthma oder allergische Rhinitis können mit einem solchen Atemtest untersucht werden, wenn der Grund dafür eine Nahrungsmittelallergie ist. Die Untersuchung ist einfach und schmerzfrei.
Bei Atemtests handelt es sich allerdings um eine Privatleistung, es sei denn, es besteht eine medizinische Notwendigkeit.