Skip to main content
Mann sagt Nein zu einem Donut und hält einen Apfel
Foto: Albina Gavrilovic/shutterstock

Zuckerentzug verlangsamt Wachstum von Lungenkrebs

Tumorzellen brauchen Zucker, um zu wachsen. Durch die Blockade zweier spezifischer, Zucker transportierender Proteine könnte das Wachstum von Lungentumoren verlangsamt werden. Erste Versuche von Forschern an der ETH Lausanne (EPFL) sind vielversprechend.

Die Idee, Krebszellen “auszuhungern”, indem ihnen durch die Blockade von sogenannten Glucosetransportern der Zugriff auf Zucker entzogen wird, ist ein naheliegender Therapieansatz. Unklar war, wie Glucose-Transporter gestoppt werden sollten und ob Krebszellen bei Zuckermangel nicht auf alternative Energielieferanten zugreifen.

Zur Klärung dieser Fragen züchteten die Forscher Mäuse mit Lungenkrebs, denen die Glucosetransporter Glut1 und Glut3 fehlten. Ihre Tumore konsumierten weniger Zucker, wuchsen langsamer und die Mäuse lebten länger als Artgenossen. In einem weiteren Schritt wurden Glut1 und Glut3 in vier verschiedenen, im Labor gezüchteten menschlichen Lungenkrebs-Zelllinien eliminiert, worauf diese Zellen ebenfalls ihr Wachstum verlangsamten. Offenbar sind beide Glucosetransporter nötig, um den Tumor zu ernähren. Im nächsten Schritt wird weiter daran gearbeitet, diese Stoffwechselwege näher zu untersuchen.

Referenz:
ETH Lausanne
Blocking sugar metabolism slows lung tumour growth, eLife, Jun 23. 20, DOI: 10.7554/eLife.53618
https://elifesciences.org/articles/53618

  • Autor

    Dr. Rosalia Rutter

    Medizinjournalistin

    Dr. Rosalia Rutter ist eine freie Medizinjournalistin mit einem Studium der Ernährungswissenschaften und Biochemie an der Universität Wien. Sie verfügt über langjährige Expertise im Verfassen medizinischer Inhalte.

Zum Artikel: Perimenopause

Perimenopause: Bin ich schon in den Wechseljahren? Symptome, erste Anzeichen und

Die ersten Anzeichen der Wechseljahre beginnen oft viel früher und ganz anders als gedacht. Der Schlaf wird unruhiger, die Stimmung schwankt ohne ersichtlichen Grund und der Zyklus macht plötzlich, was er will.

Zum Artikel: Magnesium und besserer Schlaf

Magnesium und Schlaf: Kann das Mineral die Schlafqualität verbessern?

Magnesium soll das Einschlafen erleichtern und für erholsameren Schlaf sorgen. Besonders Magnesiumbisglycinat und Magnesium-L-Threonat werden dafür beworben. Doch wie gut ist die Wirkung belegt? Was über die verschiedenen Formen, die Dosierung und den Einnahmezeitpunkt bekannt ist, erfahren Sie hier.

Zum Artikel: Frau mit White-Nose-Box

White Noise zum Einschlafen: Hilft weißes Rauschen wirklich?

White Noise soll störende Geräusche überdecken und das Einschlafen erleichtern. Doch hilft weißes Rauschen tatsächlich beim Schlafen? Was Studien zu White Noise, Pink Noise und anderen Hintergrundgeräuschen zeigen – und warum gleichmäßiges Rauschen nicht für alle die beste Wahl ist.

Zum Artikel: Frau mit leichtem Übergewicht vor einer Waage

Antidepressiva und Gewichtszunahme: Welche Medikamente das Gewicht beeinflussen

Antidepressiva gehören zu den wichtigsten Medikamenten zur Behandlung von Depressionen und kommen auch bei anderen psychischen Erkrankungen zum Einsatz. Je nach Wirkstoff können sie sich unterschiedlich auf Appetit, Stoffwechsel und Körpergewicht auswirken.